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Programmkommune

Kreis Plön

Projekt „Engagement stärkt Zukunft: Kooperative Engagementförderung im Kreis Plön”

Ansprechpartnerin

Charlotte Reimann
Freiwilligenzentrum

Diakonisches Werk des Kirchenkreises Plön-Segeberg
Am Alten Amtsgericht 5
24211 Preetz

Telefon:
0157 81775923

E-Mail:
charlotte.reimann@~@kirche-ps.de

Internet:
www.freiwillig-im-kreis-ploen.de

 

KREIS IN ZAHLEN

ca. 130.00 in 85 Gemeinden

Einwohner*innen im Kreisgebiet

Was ist das Besondere an Ihrem Kreis?
Rund 130.000 Menschen leben im Kreis Plön in 85 Kommunen zusammen. Der Kreis zeichnet sich durch eine außergewöhnlich attraktive Natur- und Lebenslandschaft aus: mit der Seenplatte der Holsteinischen Schweiz, der Nähe zur Ostsee und vielen kleinräumigen, reizvollen Dörfern. 

Gleichzeitig ist der Kreis stark ländlich geprägt, mit vielen kleineren Dörfern und Städtchen. Dadurch entstehen enge soziale Netzwerke, eine hohe Identifikation mit dem Wohnort und ein starkes „Wir-Gefühl“. Engagement ist hier oft weniger anonym oder projektgetrieben, sondern persönlich, langfristig und unmittelbar sichtbar für die Gemeinschaft.

Der Kreis Plön ist von Ressourcenknappheit geprägt und kämpft wie viele ländliche Regionen mit dem demografischen Wandel, zunehmender Digitalisierung, dem Klimawandel und der Sicherung demokratischer Teilhabe. Ehrenamtliches Engagement spielt eine besonders wichtige Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. Gerade darin liegt auch die Herausforderung: Der Kreis Plön ist ein Raum, in dem Engagement nicht nur Ergänzung, sondern grundlegend für das Funktionieren des Gemeinwesens ist.

Beschreiben Sie die Engagementlandschaft im Kreis Plön
Die Engagementlandschaft im Kreis Plön ist vielfältig, vergleichsweise stark lokal verankert und stark geprägt durch die Kombination aus ländlicher Struktur, kleinstädtischen Zentren und einer aktiven Zivilgesellschaft. Viele Angebote funktionieren nur durch bürgerschaftliches Engagement (z. B. Theater, Museen, Feuerwehr, Sportvereine). Vereine übernehmen häufig gleichzeitig soziale, kulturelle und integrative Funktionen.

Die Engagementlandschaft im Kreis Plön lebt von einer starken lokalen Verankerung und dem hohen persönlichen Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger, steht jedoch zugleich vor spürbaren Veränderungen und Herausforderungen. In diesem Spannungsfeld kommt dem Freiwilligenzentrum eine Schlüsselrolle zu: Es fungiert als verbindende Schnittstelle zwischen engagierten Menschen, Vereinen, Initiativen und öffentlichen Institutionen, macht Engagementmöglichkeiten sichtbar und erleichtert den Zugang, insbesondere für neue Zielgruppen. Gleichzeitig trägt es dazu bei, Strukturen zu modernisieren, Kooperationen zu stärken und flexible Engagementformen zu fördern. 

Damit ist das Freiwilligenzentrum nicht nur Dienstleister, sondern aktiver Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Ehrenamts im Kreis Plön und ein zentraler Baustein, um die Zukunftsfähigkeit der lokalen Engagementkultur zu sichern.

Welche engagementfördernden Strukturen gibt es bereits bzw. wollen Sie im Rahmen des Projektes aufbauen und weiterentwickeln?
Das Freiwilligenzentrum im Kreis Plön hat sich über verschiedene Projektförderungen als zentrale Anlaufstelle für Engagementförderung etabliert. In den vergangenen drei Jahren wurden über 750 Ehrenamtliche durch rund 30 kreisweite Qualifizierungs- und Austauschformate erreicht. Die erfolgreiche und innovative Arbeit des Freiwilligenzentrums wurde auch bundesweit wahrgenommen und mit Preisen ausgezeichnet. 

Im Kreis Plön gibt es in Schwentinental, Wankendorf, Lütjenburg und Schönberg lokale engagementfördernde Stellen. Auf der Plattform www.freiwillig-im-kreis-ploen.dewerden diese Beratungsstellen aufgelistet. Das Freiwilligenzentrum veranstaltet regelmäßige Vernetzungstreffen, um einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Kreisweite Formate wie die Ehrenwoche fördern die Zusammenarbeit.

Durch die Bündelung von Angeboten, Wissen und Unterstützung an einer zentralen Stelle – dem Freiwilligenzentrum – stellt der Kreis sicher, dass auch alle anderen Orte im Kreis unabhängig von Größe oder Ausstattung denselben Zugang zu Beratung, Qualifizierung, Vermittlung und digitalen Lösungen haben. Damit sollen alle Menschen im Kreis einen niedrigschwelligen Zugang ins Engagement erhalten und sich bedarfsgerecht fortbilden und vernetzen können.

Welche zukünftigen Herausforderungen bezogen auf das freiwillige Engagement in Ihrem Kreis sehen Sie?
Im ländlich geprägten Kreis Plön gibt es nur einen sehr eingeschränkten Nahverkehr, noch dazu ist die Bundesstraße zwischen Preetz und Plön für die kommenden vier Jahre gesperrt. Ab Mitte kommenden Jahres gibt es zusätzlich keine Zugverbindung zwischen Kiel und Preetz. Durch die eingeschränkten Mobilitätsmöglichkeiten und die zum Teil weiten Distanzen können sich Menschen oft nur wohnortnah engagieren.

Viele Vereine und Initiativen haben Schwierigkeiten, neue Ehrenamtliche zu gewinnen, digitale Tools zu nutzen und ihre Angebote sichtbar zu machen. Gleichzeitig suchen viele Menschen nach passenden, wohnortnahen und zeitlich flexiblen Engagementmöglichkeiten. Zudem besteht ein hoher Bedarf an Vernetzung, Qualifizierung und Austausch zwischen ehrenamtlich Aktiven, Kommunen und Organisationen.

Welche Schritte planen Sie als nächstes?
Viele Gemeinden im Kreis Plön verfügen noch über keine eigene Struktur zur Engagementförderung. Das Freiwilligenzentrum will daher Kommunen bei der Nutzung und Einbindung der Freiwilligenbörse unterstützen. 

Das Freiwilligenzentrum lädt Kommunen, Vereine, Organisationen und Verbänden zu einem gemeinsamen Planungstreffen für die kreisweite Ehrenwoche 2027 ein. 

In Kooperation mit Ehrenamtlichen möchte das Freiwilligenzentrum für Menschen aller Generationen, die an einem Engagement interessiert sind, ab Herbst in Preetz eine regelmäßige Sprechstunde anbieten.

Mit der Entwicklung neuer Kommunikationskanäle und Formate sollen Menschen erreicht werden, die eher nicht zu den klassischen engagierten Bevölkerungsgruppen gehört. 

Zur Sicherstellung einer nachhaltigen Wirkung des Projektes wird eine interdisziplinäre Steuerungsgruppe unter Beteiligung der Verwaltungsleitung, relevanter Fachbereiche und des Freiwilligenzentrums eingerichtet.

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