
Kreis Segeberg
Projekt „Koordination Ehrenamt "
Ansprechpartnerin
Julia Gregor
Koordination Ehrenamt
Kreis Segeberg
Büro für Chancengleichheit und Vielfalt
Hamburger Straße 30 (Zugang über Waldemar-von-Mohl-Straße)
23795 Bad Segeberg
Telefon:
04551 951-9871
E-Mail:
julia.grigor@~@segeberg.de
Internet:
www.segeberg.de

GEMEINDE IN ZAHLEN
mehr als 280.000
Einwohner*innen
Was ist das Besondere an Ihrer Gemeinde/Stadt/Amt/Kreis?
Der Kreis Segeberg zählt über 280.000 Einwohner*innen und ist Teil der Metropolregion Hamburg. Zum Kreisgebiet gehören insgesamt 95 Städte und Gemeinden.
Der Kreis Segeberg ist ein ländlicher Flächenkreis mit einer Fläche von knapp 1.350 Quadratkilometern. Gerade hier kommt dem Ehrenamt eine besondere Bedeutung zu. Es ist mehr als ein zusätzliches Angebot – es bildet eine tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Daseinsvorsorge. Vereine, Initiativen und ehrenamtlich Engagierte schaffen Begegnungsräume, fördern das Miteinander und prägen das Leben. Sie stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt, ermöglichen Teilhabe und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwohl. Besonders in kleineren Gemeinden wären viele Angebote und Aktivitäten ohne dieses Engagement kaum aufrechtzuerhalten. Das vielfältige Engagement macht den Kreis Segeberg lebenswerter und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig.
Beschreiben Sie die Engagementlandschaft im Kreis Segeberg
Der Kreis Segeberg lebt vom Engagement seiner Bürger*innen. Ob in Vereinen, Verbänden, Initiativen, Kirchengemeinden, Selbsthilfegruppen oder sozialen, kulturellen und sportlichen Organisationen sowie im Bevölkerungsschutz – viele Menschen bringen ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Erfahrung ein und gestalten das gesellschaftliche Leben aktiv mit. Die Vielfalt des Kreises – geprägt von ländlichen Räumen und der Nähe zur Metropolregion Hamburg – spiegelt sich auch im Ehrenamt wider. In den Städten und Gemeinden können sich Menschen engagieren – sowohl in langjährig gewachsenen Strukturen als auch in neuen Projekten und Netzwerken. Dabei zeigt sich die Engagementlandschaft in den unterschiedlichen Formen
des Ehrenamts. Zum Beispiel:
- Das Forum für Migration, Chancengleichheit und Vielfalt ist die Interessenvertretung aller Migrant*innen im Kreis Segeberg.
- Die ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten und -beiräte sowie Inklusionsbeauftragten setzen sich für die Interessen von Menschen mit Behinderungen ein und fördern ihre gleichberechtigte Teilhabe.
- Die Nachbarschaftshilfe ist ein weiteres wichtiges Feld, in der Menschen sich gegenseitig im Alltag unterstützen und so den sozialen Zusammenhalt stärken.
Welche engagementfördernden Strukturen gibt es bereits bzw. wollen Sie im Rahmen des Projektes aufbauen und weiterentwickeln?
Im Kreis Segeberg bestehen bereits vielfältige ehrenamtliche Strukturen. Dazu zählen die Geflüchtetenhilfe, Netzwerke der Behindertenbeauftragten und -beiräte sowie das Engagement zahlreicher Vereine, Verbände und Initiativen. Diese bestehenden Strukturen sollen im Kreis Segeberg gemeinsam mit dem Verein alleineinboot e.V. und den ehrenamtlichen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen weiter ausgebaut und gestärkt werden.
Dabei stehen folgende Zielgruppen und Engagementformen im Mittelpunkt:
- Engagement für und mit Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen
- Engagement für und mit Menschen mit Migrationsbiografie
- Engagement von Menschen, die andere Menschen im Alltag unterstützen (Alltagshelfer*innen)
- informelles und kurzzeitiges Engagement
- Engagement für und mit Menschen im Bereich sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.
Außerdem sollen insbesondere haupt- und ehrenamtliche Akteure aus Städten/Ämtern/Gemeinden, der örtlichen Wirtschaft sowie Vereinen, Organisationen, Projekten und bestehenden Netzwerken einbezogen werden.
Welche zukünftigen Herausforderungen bezogen auf das freiwilligeEngagement in Ihrer Gemeinde/Stadt/Amt/Kreis sehen Sie?
- Menschen trotz knapper Zeit für ein Engagement zu gewinnen:
Durch die hohe Pendlerquote Richtung Hamburg und andere Städte steht das Ehrenamt vor der Herausforderung, Menschen trotz begrenzter zeitlicher Ressourcen für ein Engagement zu begeistern und langfristig zu binden. - Mobilität und Ehrenamt im ländlichen Raum sichern:
Insbesondere in den ländlich geprägten Teilen des Kreises Segeberg können längere Wege und eingeschränkte Mobilitätsangebote die Ausübung eines Ehrenamts erschweren. Eine zentrale Herausforderung wird sein, Engagementmöglichkeiten wohnortnah zu gestalten, Fahrgemeinschaften und digitale Formate zu fördern sowie Menschen unabhängig von ihrer Mobilität die Teilhabe am Ehrenamt zu ermöglichen. - Ehrenamt als Antwort auf den demografischen Wandel stärken:
Mit Blickauf den demografischen Wandel wird es zunehmend wichtig sein, gegenseitige Unterstützung und ehrenamtliches Engagement vor Ort zu fördern. Ziel ist es, Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung bis ins hohe Alter zu ermöglichen.
Welche Schritte planen Sie als nächstes?
Die nächsten Schritte orientieren sich am Engagementkonzept des Kreises Segeberg und dienen der Weiterentwicklung sowie dem Ausbau der ehrenamtlichen Strukturen im Kreis Segeberg. Im Handlungsfeld Koordinierung steht die stärkere Vernetzung bestehender Strukturen im Mittelpunkt. Ziel ist es, Synergien zu nutzen, neue Kooperationen zu ermöglichen und den Austausch zwischen den Akteur*innen weiter zu fördern. Dies soll unter anderem durch regelmäßige Austauschformate, fachliche Vernetzungstreffen und die Einbindung weiterer Akteur*innen erreicht werden. Zudem wird die bedarfsgerechte Qualifizierung ausgebaut. Geplant sind weitere Workshops, Fortbildungen und Informationsangebote, die Ehrenamtliche in ihrer Tätigkeit unterstützen und stärken.
Zusammenarbeit mit Politik und Bürgerbeteiligung:
Die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt, Politik und Verwaltung soll weiter gestärkt werden. Gleichzeitig werden Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger*innen ausgebaut.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Gewinnung neuer Engagierter. Hierfür sollen gezielt neue Zielgruppen angesprochen und die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut werden, um die Sichtbarkeit des Ehrenamts im Kreis Segeberg weiter zu erhöhen.