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Programmkommune

Gemeinde Harrislee

Projekt „Ehrenamtskümmerin"
 

Ansprechpartner*in

Dorothe Kohn
Ehrenamtskümmerin


Vor der Koppe 3
24955 Harrislee

Telefon:
01573 9660152

E-Mail:
dkohn@~@schutzengel-flensburg.de

 

GEMEINDE IN ZAHLEN

11.825

Einwohner*innen (Stand 31.12.2025)

Was ist das Besondere an Ihrer Gemeinde?
Die amtsfreie Gemeinde Harrislee setzt sich aus vier Ortsteilen zusammen mit insgesamt rd. 12.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Sie zeichnet sich besonders durch ihre Lage unmittelbar an der deutsch-dänischen Grenze und an der Flensburger Förde aus. 

Sie vereint auf engem Raum drei prägende Elemente: ein urban geprägtes Zentrum mit guter Infrastruktur, naturnahe Grünräume sowie den direkten Zugang zum Wasser mit Strandlage. Diese besondere Mischung prägt sowohl das Leben in der Gemeinde als auch die Engagementlandschaft. So spiegelt sich diese Struktur auch im Vereinsleben wider: Im zentralen Bereich prägen die Sportvereine mit ihren vielfältigen Angeboten das gemeinschaftliche Leben und profitieren von dem großen Sportzentrum der Gemeinde. Die naturnahe Umgebung wird durch Natur- und Umweltvereine aktiv genutzt und gestaltet. Am Badestrand in Wassersleben engagiert sich zudem die DLRG und sorgt während der Badesaison für die Sicherheit der Gäste. 

Beschreiben Sie die Engagementlandschaft in Harrislee:
Die Gemeinde Harrislee zeichnet sich durch eine vielfältige und lebendige Engagementlandschaft aus. Rund 60 Vereine, Initiativen und ehrenamtliche Zusammenschlüsse prägen das Gemeindeleben und leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie zur hohen Lebensqualität vor Ort. Der Sport nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein, denn die örtlichen Sportvereine bieten ein breites Angebot für alle Altersgruppen und tragen mit ihrem Engagement maßgeblich zur Gemeinschaft und zum aktiven Miteinander bei. Allein der größte Harrisleer Sportverein hat immerhin rund 1.500 Mitglieder. 

Darüber hinaus erstreckt sich das freiwillige Engagement über viele weitere Bereiche – von Kultur, sozialem Miteinander und Nachhaltigkeit bis hin zum Rettungswesen und kirchlichen Leben. Ehrenamtlich Engagierte schaffen Begegnungsorte, fördern Teilhabe und stärken den Zusammenhalt in der Gemeinde. Die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure macht Harrislee zu einer aktiven und zukunftsfähigen Gemeinde, in der sich viele Menschen mit ihren Ideen und ihrem Einsatz einbringen und das Gemeindeleben gemeinsam gestalten.

Welche engagementfördernden Strukturen gibt es bereits bzw. wollen Sie im Rahmen des Projektes aufbauen und weiterentwickeln?
Bereits heute verfügt die Gemeinde Harrislee über verschiedene engagementfördernde Strukturen. Dazu gehören die enge Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung und der Ehrenamtskümmerin, die regelmäßige Ehrung von ehrenamtlich Engagierten (beispielweise durch den sog. „Tag des Ehrenamtes“ oder die jährliche gemeindliche „Sportlerehrung“ jeweils im Rahmen einer festlichen Veranstaltung) sowie die Bereitstellung von Räumlichkeiten und direkte, unbürokratische finanzielle Fördermöglichkeiten für Vereine und Initiativen durch die Gemeinde.

Diese bestehenden Angebote bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Ehrenamts. Im Rahmen des Projekts sollen sie gezielt ausgebaut und nachhaltig gestärkt werden. Ziel ist es, das bürgerschaftliche Engagement langfristig attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten.

Geplant sind insbesondere eine intensivere Vernetzung von Vereinen, Initiativen und Institutionen, der Ausbau zentraler Informations- und Beratungsangebote für Engagierte, die Gewinnung neuer Zielgruppen für freiwilliges Engagement sowie eine stärkere Sichtbarmachung und Anerkennung ehrenamtlicher Leistungen. Darüber hinaus sollen digitale Angebote die Kommunikation, Vernetzung und den Austausch untereinander erleichtern und neue Möglichkeiten der Beteiligung schaffen.

Welche zukünftigen Herausforderungen bezogen auf das freiwillige Engagement in Ihrer Gemeinde sehen Sie?
Das bürgerschaftliche Engagement in Harrislee steht – wie in vielen Kommunen – vor vielfältigen Herausforderungen. Gesellschaftliche Veränderungen, der demografische Wandel, steigende Berufstätigkeit, veränderte Lebensentwürfe und eine geringere Bereitschaft zu langfristigen Verpflichtungen erschweren die Gewinnung und Bindung ehrenamtlich Engagierter. Hinzu kommt, dass sich Lebensphasen und Prioritäten stärker ausdifferenzieren: Viele Menschen im Ruhestand nutzen zunächst die Zeit für Reisen, persönliche Interessen oder neue Erfahrungen, bevor sie sich (wieder) längerfristig ehrenamtlich engagieren. 

Gleichzeitig stehen einige Vereine vor der Herausforderung, Nachwuchs für Vorstands- und Leitungsfunktionen zu gewinnen und ihre Vereinsarbeit langfristig zu sichern. Bisher gab es zudem nur wenige Möglichkeiten für einen regelmäßigen Austausch und eine enge Vernetzung zwischen den Vereinen und Initiativen. Dies erschwert die Abstimmung gemeinsamer Aktivitäten und die Nutzung von Synergien. 

Um das Ehrenamt auch künftig attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten, braucht es daher zeitgemäße Beteiligungsformate, eine stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure sowie eine verbesserte Kommunikation und Sichtbarkeit des freiwilligen Engagements.

Welche Schritte planen Sie als nächstes?
Zur Stärkung und Weiterentwicklung des bürgerschaftlichen Engagements sollen bestehende Maßnahmen fortgeführt und durch neue Angebote ergänzt werden. Ein zentraler Baustein ist der regelmäßige Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren. Durch Vernetzungstreffen können Erfahrungen geteilt, gemeinsame Projekte entwickelt und Synergien zwischen Vereinen, Initiativen und Engagierten gefördert werden. 

Ein besonderes Highlight wird die geplante Vereinsmesse im Jahr 2027 sein, bei der sich Vereine und Organisationen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren, um neue Mitglieder sowie Ehrenamtliche gewinnen zu können. 

Ergänzend sind Basisschulungen für Interessierte vorgesehen, um den Einstieg ins Ehrenamt zu erleichtern und Grundlagen der Vereinsarbeit zu vermitteln. 

Darüber hinaus werden Ehrenamtliche durch Beratungs- und Unterstützungsangebote begleitet, die insbesondre Fragen zu Organisation, Fördermöglichkeiten und Qualifizierung umfassen. 

Die Zusammenarbeit mit der örtlichen Zentralschule im Rahmen des Unterrichtsfachs „Ehrenamt“ soll junge Menschen zudem frühzeitig für Engagement sensibilisieren. Ergänzend werden nachhaltige Initiativen wie „Foodsharing“ unterstützt. Ziel ist es, langfristig tragfähige Strukturen zu schaffen, die das Ehrenamt dauerhaft stärken.

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