
Stadt Eckernförde
Projekt „Koordinierungsstelle Engagement Eckernförde"
Ansprechpartner*in
Wyonne Ulrich
Ehrenamtskoordination
(Bis 31.07.2026)
Sandra Wiese
Ehrenamtskoordination
(Ab 01.08.2026)
Umwelt Technik Soziales e. V.
Kieler Str. 35
24340 Eckernförde
Telefon:
0157 58723129
E-Mail:
info.kee@~@utsev.de (Funktionspostfach)
Internet:
www.utsev.de
GEMEINDE IN ZAHLEN
21.620
Einwohner*innen
Was ist das Besondere an Ihrer Stadt?
Eckernförde zeichnet sich durch eine lebendige Gemeinschaft, kurze Wege und ein starkes Miteinander aus. Die Stadt verbindet die Vorteile einer überschaubaren Küstenstadt mit einer vielfältigen Vereins-, Kultur- und Soziallandschaft. Besonders prägend ist die große Bereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. In den vergangenen Jahren sind themenübergreifend zahlreiche Kooperationen zwischen Vereinen, Initiativen, sozialen Einrichtungen, Verwaltung und engagierten Einzelpersonen entstanden. Diese gewachsenen Netzwerke bilden heute eine wertvolle Grundlage für die Weiterentwicklung des freiwilligen Engagements vor Ort. Gleichzeitig lebt Eckernförde von seiner Vielfalt: Menschen unterschiedlicher Generationen, Lebenssituationen und Herkunft bringen sich aktiv in das gesellschaftliche Leben ein. Diese Offenheit, die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteur und die hohe Identifikation mit der Stadt machen Eckernförde zu einem besonders engagierten und zukunftsorientierten Standort.
Beschreiben Sie die Engagementlandschaft in Eckernförde
Die Engagementlandschaft in Eckernförde ist vielfältig und von einem breiten Spektrum ehrenamtlicher Aktivitäten geprägt. Zahlreiche Vereine, Initiativen, Kirchengemeinden, soziale Träger und informelle Gruppen engagieren sich in Bereichen wie Soziales, Integration, Kultur, Umweltbildung, Seniorenarbeit, Jugendförderung und Nachbarschaftshilfe. Besonders während der vergangenen Jahre haben sich tragfähige Netzwerke entwickelt, die Menschen und Organisationen miteinander verbinden. Gleichzeitig stehen viele Einrichtungen vor ähnlichen Herausforderungen: Die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher wird schwieriger, Angebote sind nicht immer ausreichend sichtbar und der Austausch zwischen den verschiedenen Akteur:innen erfolgt häufig projektbezogen statt dauerhaft. Dennoch besteht ein großes Potenzial für freiwilliges Engagement. Viele Menschen möchten sich einbringen, benötigen jedoch niedrigschwellige Zugänge und persönliche Ansprache. Die bestehende Vielfalt an Initiativen und die hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit bilden eine hervorragende Grundlage für die weitere Stärkung des Ehrenamts in Eckernförde.
Welche engagementfördernden Strukturen gibt es bereits bzw. wollen Sie im Rahmen des Projektes aufbauen und weiterentwickeln?
Bereits heute verfügt Eckernförde über zahlreiche engagementfördernde Strukturen und Netzwerke. Dazu gehören unter anderem diverse lokale und kommunale Arbeitskreise, Bündnisse, Quartiersmanagement, Beiräte sowie vielfältige Kooperationen zwischen Vereinen, sozialen Einrichtungen, Kirchengemeinden, Verwaltung und Wirtschaft. Auf diesen bestehenden Strukturen baut das Projekt „Knotenpunkt Engagement Eckernförde“ auf. Ziel ist es, die Zusammenarbeit weiter zu stärken und dauerhaft zu verankern. Geplant sind regelmäßige Netzwerktreffen, bedarfsorientierte Fortbildungsangebote, individuelle Beratungen für Einsatzstellen sowie eine zentrale Anlaufstelle für Engagierte und Organisationen. Darüber hinaus sollen neue, flexible Engagementmöglichkeiten entwickelt und die Sichtbarkeit bestehender Angebote verbessert werden.
Welche zukünftigen Herausforderungen bezogen auf das freiwillige Engagement in Ihrer Stadt sehen Sie?
Das freiwillige Engagement steht auch in Eckernförde vor vielfältigen Herausforderungen. Der demografische Wandel führt dazu, dass langjährig Engagierte ausscheiden, während gleichzeitig weniger Menschen bereit oder in der Lage sind, sich dauerhaft zu binden. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich heute flexible und zeitlich begrenzte Formen des Engagements, auf die bestehende Strukturen noch nicht immer ausreichend vorbereitet sind. Hinzu kommt die Aufgabe, bisher unterrepräsentierte Gruppen stärker einzubeziehen und bestehende Barrieren abzubauen. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung, Personen im Leistungsbezug oder junge Menschen. Gleichzeitig benötigen Vereine und Initiativen zunehmend Unterstützung bei Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und Qualifizierung. Um das Ehrenamt auch künftig attraktiv zu gestalten, sind eine stärkere Vernetzung, professionelle Begleitung und neue Formen der Anerkennung erforderlich. Die Sicherung nachhaltiger Strukturen wird dabei eine zentrale Zukunftsaufgabe sein.
Welche Schritte planen Sie als nächstes?
Als nächster Schritt soll der „Knotenpunkt Engagement Eckernförde“ als zentrale Anlauf- und Vernetzungsstelle bedarfsorientiert für Träger für Ort aufgebaut werden. Dafür wird eng mit dem Quartiersmanagement zusammengearbeitet. Darauf aufbauend sollen regelmäßige Netzwerktreffen, Informations- und Qualifizierungsangebote sowie neue Formate zur Gewinnung von Freiwilligen entwickelt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ansprache von Menschen, die bislang selten Zugang zum Ehrenamt finden. Die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft soll systematisch ausgebaut werden. Ziel ist es, langfristig tragfähige Strukturen zu schaffen, die freiwilliges Engagement stärken, neue Zielgruppen erreichen und das gesellschaftliche Miteinander in Eckernförde nachhaltig fördern.