Freiwillig Engagierte vertreten deutlich häufiger demokratische Werte als Menschen ohne Engagement. Das zeigt eine neue Untersuchung, die das Else-Frenkel-Brunswik-Ins tut (EFBI) für Demokra eforschung an der Universität Leipzig und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) gemeinsam durchgeführt haben. Grundlage ist eine Sonderauswertung der Leipziger Autoritarismus Studie (LAS).
Engagement bietet demnach als vorpolitischer Raum verschiedene Möglichkeiten, Selbstwirksamkeit zu erfahren, eine Offenheit für andere Ideen und Ansichten zu entwickeln und demokratische Prozesse (im Kleinen) zu erleben. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich Menschen mit diversen Einstellungen, die nicht immer demokratisch sind, engagieren. Um Einstellungen nicht zu Handlungen werden zu lassen und um Engagement vor antidemokratischen Einflüssen zu schützen, sind Strukturen und Lerngelegenheiten entscheidend.
