Elmshorn


Programmkommune

„Engagiert in Elmshorn — supernormal“

 

 

Ansprechpartner

Lutz Schütte

Stadt Elmshorn
Amt für Soziales
Integration

Schulstraße 15-17
25335 Elmshorn

Telefon: 04121/231-493
Mobil: 0172/8138640
Mail: l.schütte@~@elmshorn.de

Website: www.elmshorn.de/Bildung-Soziales/Ehrenamtliches-Engagement/
Einwohner:innen der Stadt: 52.169 (Stand 31.12.2020)

Was ist das Besondere an Ihrer Kommune ?

Elmshorn ist eine lebendige und vielfältige Stadt mit rund 52.000 Einwohnerinnen und Einwohnern und die sechstgrößte Stadt Schleswig-Holsteins. Die liebenswerte und  „supernormale“ Mittelstadt an der Krückau pulsiert, denn die Menschen füllen sie mit Leben, Kultur, Initiativen und Projekten. Elmshorn besitzt eine eigene Identität, obwohl die  Metropole Hamburg mit der Bahn oder mit dem Auto in nur 30 Minuten erreichbar ist.

Die Engagementlandschaft in Elmshorn

Der freiwillige und unentgeltliche Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern in Sport, Kultur, Politik, Religion und vielen weiteren Betätigungsfeldern ist ein wichtiger Bestandteil der Elmshorner Stadtgesellschaft. Mehr als 250 Engagementformen existieren an der Krückau. Sie umfassen sowohl den langjährigen Einsatz in Vereinen, Parteien, Gemeinschaften oder Selbsthilfegruppen, als auch das kurzfristige Engagement in Projekten und Initiativen der Flüchtlingshilfe, der nachbarschaftlichen Coronahilfe oder auch der Bürgerbeteiligung bei städtebaulichen Maßnahmen. Dieser vielfältige und engagierte Einsatz ist in Elmshorn „supernormal“.

Welche engagementfördernden Strukturen gibt es bereits bzw. wollen Sie im Rahmen des Projektes aufbauen und weiterentwickeln?

Bestehende Strukturen:

Elmshorn ist seit 2017 Teil des Programms „Engagierte Stadt“. Die dafür gegründete Initiative Engagiert in Elmshorn agiert mittlerweile in Form eines eingetragenen Vereins als Anlauf- und Beratungsstelle für bürgerschaftliches Engagement. Ein weiteres langjähriges Bindeglied zwischen Menschen, die im Alltag Hilfen benötigen, zu Menschen, die anderen helfen möchten, bildet das Freiwilligenforum Elmshorn.

Für die vielen selbstorganisierten Zusammenschlüsse von Menschen mit einem gleichen Problem oder Anliegen ist die Zentrale Kontaktstelle für Selbsthilfe im DRK Kreis Pinneberg e. V. ein wichtiger Ansprechpartner.

In der Kinder- und Jugendarbeit ist die Stadt Elmshorn eine bedeutende Akteurin. Über ihre Stadtjugendpflege betreut sie den Kinder- und Jugendbeirat als Instrument politischer Teilhabe der 12- bis 21-Jährigen. Außerdem unterstützt sie lokale Vereine in ihrer Jugendverbandsarbeit.

Vorhaben:

Es gilt, die positiven Erfahrungen aus der Begleitung und Unterstützung der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe auf die vielfältige und umfangreiche Engagementlandschaft Elmshorns zu übertragen. Hierzu gehört, dass Engagement nachhaltig wird und wirkt, wenn es hauptamtlich unterstützt wird. Dabei soll Engagement allgemein und besonders mit dem Ziel der Integration und der Inklusion gefördert und unterstützt werden. Dazu gehört der Aufbau eines Informationspools über und für Engagierte in Elmshorn. Dieser soll Angebote für und von Engagierten ebenso beinhalten wie Fragen rund um das Engagement.

Geplant ist zudem ein lokales Engagementkonzept, das gemeinsam mit den vielen Akteuren erarbeitet wird. Das Konzept soll der Ausprägung eines lokalen Images ebenso wie der Klärung von Bedarfen für eine nachhaltige Unterstützung und Förderung dienen.

Die Ehrenamtskoordination versteht sich als Bindeglied zwischen dem Engagement, der Verwaltung, der Politik und der Wirtschaft. Sie vermittelt zum Beispiel in Konfliktsituationen oder auch für die gemeinschaftliche Gestaltung der Stadtgesellschaft.

Welche zukünftigen Herausforderungen bezogen auf das freiwillige Engagement in Ihrer Kommune sehen Sie?

Gerade angesichts der Corona-Beschränkungen sowie der Zukunft des Engagements ist die Belebung der lokalen Engagementformen eine große Herausforderung. Hierbei ist Corona nur ein Katalysator für die Veränderungen im Engagement allgemein. Zwar ist der Anteil der Engagierten in den letzten Jahren gleichbleibend hoch und sogar im Rückblick der letzten 20 Jahre gestiegen, doch hat gerade der Anteil der Menschen ab 65 Lebensjahren deutlich zugenommen. Weiterhin verwenden sie anteilig immer weniger Zeit auf ihr Engagement.

Daraus ergeben sich Aufgaben nicht nur in der Akquise von Engagierten, sondern auch in der Unterstützung in den anstehenden Veränderungen. Zum Beispiel bei der Übernahme von Verantwortungen im Engagement (z. B. Vorstandarbeit), bei der Digitalisierung oder den Formen der Zusammenarbeit.

Ein weiterer Bereich ist eine lokale Anerkennungskultur. Es gilt, in vielfältiger Weise durch exemplarische und individuelle Ehrungen ebenso wie durch kollektivere und generellere Angebote, wie zum Beispiel die Ehrenamtskarte SH oder Informations- und Bildungsangebote, Wertschätzung und Würdigung entgegenzubringen beziehungsweise Danke zu sagen.

Mittelfristig soll gemeinsam mit dem lokalen Engagement ein Elmshorner Ehrenamtskonzept als Leitlinie für die kommunale Förderung entwickelt werden.

Welche Schritte planen Sie als nächstes?

  • Webbasierte Kartendarstellung des Elmshorner Engagements mit Verlinkung zu der jeweiligen Internetseite
  • Workshop zur Situation nach und durch Corona
  • Workshop zum Thema Engagement und Frauen
  • Akquise weiterer Bonuspartner für die Ehrenamtskarte SH

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