Bürgerschaftliches Engagement muss auch in Zukunft förderliche Bedingungen haben

Erstellt von Hans Brüller |

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat ein neues Grundsatzpapier zum Bürgerschaftlichen Engagement vorgelegt. Das Papier thematisiert Bedeutung, Profil und Auftrag des Engagements als zentrale Säule der Wohlfahrtsverbände. Für die im Koalitionsvertrag angekündigte Nationale Engagementstrategie setzt die Freie Wohlfahrtspflege auf einen starken Dreiklang: 

1. Zusammenhalt der Gesellschaft braucht bürgerschaftliches Engagement, gerade in Krisenzeiten. 

2. Freiwilliges Engagement braucht ermutigende Rahmenbedingungen. 

3. Die Strukturen der Freien Wohlfahrtspflege sind Möglichkeitsräume bürgerschaftlichen Engagements, die seine Wirkung durch die strukturelle Verzahnung von freiwilligem und beruflichem Engagement sichern. 

Ulrich Lilie, Präsident der BAGFW, betont: "Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege begreifen sich jetzt und in Zukunft als besonderen Raum, in dem sich bürgerschaftliches Engagement gestalten und zivilgesellschaftliche Positionen entwickeln lassen. Sie sind auch aufgefordert, hier neue Antworten zu finden - als Teil der engagierten Zivilgesellschaft ebenso wie im Rahmen der Dienstleistungserbringung. Das betrifft besonders stark Themen wie Demokratieförderung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie Digitalisierung." 

Eva Maria Welskop-Deffaa, Vorsitzende der Sozialkommission II der BAGFW, unterstreicht: "Die Nationale Engagementstrategie der Bundesregierung muss deutlich werden lassen: Ein krisenresilienter Sozialstaat braucht das freiwillige Engagement der Vielen, der Jungen und Alten, der Frauen und Männer, die bereit sind, in den Flutregionen an der Ahr Schlamm aus den Kellern zu schaufeln, die auf den Bahnhöfen ukrainischen Geflüchteten erste Orientierung geben, die in Kitas als Lesepat:innen unterwegs sind und die in Hospizen und Altenheimen an den Betten Sterbender sitzen. All diese Ehrenamtlichen brauchen eine Wertschätzung ihrer Kompetenzen, gute Vorbereitung auf belastende Situationen und beruflich tätige Kolleg:innen, die nicht hierarchisieren zwischen Haupt- und Ehrenamt. Wohlfahrtsverbände sind Möglichkeitsräume für dieses Zusammenspiel." 

Gemeinsam weisen Ulrich Lillie und Eva Maria Welskop-Deffaa auf die rund drei Millionen Menschen, die im Rahmen der Wohlfahrtsverbände ehrenamtlich Verantwortung übernehmen, hin. Die große Solidarität in den Krisen der jüngeren Zeit sind weithin sichtbare Beispiele dafür, dass Bürger:innen die öffentliche Hand und die Politik nicht allein in der Verantwortung sehen, wenn es um die Bewältigung sozialer Aufgaben geht. Sie zeigt aber auch, wie sehr Staat und Politik auf mobilisierende, solidarische Aktivitäten aus der Gesellschaft angewiesen sind. 

Das Positionspapier "Bürgerschaftliches Engagement in der Freien Wohlfahrtspflege - Profil und Auftrag: Gesellschaft stärken - Beteiligungsprozesse gestalten - Vielfalt und Inklusion leben" in einer Kurz- und einer Langfassung ist hier veröffentlicht. 

 

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