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Programmkommune

Stadt Schleswig

Projekt „Ehrenamtskoordination"

Ansprechpartnerin

C. Grüner
Ehrenamtskoordination

Stadt Schleswig
Gallberg 47
24837 Schleswig

Telefon:
04621 814-344

E-Mail:
c.grueger@~@schleswig.de

Internet:
www.schleswig.de/startseite

GEMEINDE IN ZAHLEN

25.567

Einwohner*innen (31.12.2025)

Was ist das Besondere an Ihrer Stadt?
Die Stadt Schleswig zeichnet sich durch eine lebendige Mischung aus Geschichte, Kultur, Bildung und gesellschaftlichem Engagement aus. Als Kreisstadt verbindet Schleswig die Vorteile einer überschaubaren Stadt mit einer vielfältigen Infrastruktur und einer aktiven Zivilgesellschaft. Zahlreiche Vereine, Initiativen, soziale Einrichtungen und kulturelle Institutionen prägen das gesellschaftliche Leben und schaffen vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen.

Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, ehrenamtlich Engagierten und freien Trägern. Bereits bestehende Netzwerke, beispielsweise im Bereich Integration, Bildung oder Nachbarschaftshilfe, bilden eine wertvolle Grundlage für weiteres bürgerschaftliches Engagement. Mit dem geplanten Ehrenamtsbüro möchte die Stadt Schleswig diese Stärken weiter ausbauen, Engagement sichtbarer machen und Menschen aller Altersgruppen sowie unterschiedlicher Lebenslagen für freiwilliges Engagement gewinnen. Schleswig versteht Ehrenamt als wichtigen Baustein für Zusammenhalt, Teilhabe und eine lebenswerte Stadtgesellschaft.

Beschreiben Sie die Engagementlandschaft in Schleswig
Die Engagementlandschaft in Schleswig ist vielfältig und von großem gesellschaftlichem Zusammenhalt geprägt. Ehrenamtliches Engagement findet in zahlreichen Bereichen statt – von Sport und Kultur über soziale Arbeit und Bildung bis hin zu Integration, Umwelt- und Naturschutz sowie Nachbarschaftshilfe. Viele Vereine, Initiativen, Kirchengemeinden und soziale Träger leisten täglich einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwesen.

In den vergangenen Jahren haben sich insbesondere im Bereich der Flüchtlingshilfe und der Integration starke ehrenamtliche Strukturen entwickelt. Gleichzeitig engagieren sich viele Bürger*innen in kulturellen Einrichtungen, Bildungsprojekten oder generationenübergreifenden Angeboten. Die Stadt Schleswig verfügt damit über ein breites Spektrum an Engagementmöglichkeiten, die jedoch bislang nicht immer ausreichend miteinander vernetzt sind. Das geplante Ehrenamtsbüro soll als zentrale Anlaufstelle dazu beitragen, bestehende Angebote sichtbarer zu machen, Akteurinnen und Akteure miteinander zu verbinden und neue Menschen für freiwilliges Engagement zu gewinnen.

Welche engagementfördernden Strukturen gibt es bereits bzw. wollen Sie im Rahmen des Projektes aufbauen und weiterentwickeln?
In Schleswig bestehen bereits verschiedene engagementfördernde Strukturen. Dazu gehören die Bildungsberatung der Stadt, die Flüchtlingshilfe Schleswig-Umland, das Mehrgenerationenhaus TiLo sowie zahlreiche Vereine, Initiativen und Beratungsangebote. Diese vorhandenen Ressourcen bilden die Grundlage für den Aufbau eines zentralen Ehrenamtsbüros.

Im Rahmen des Projekts sollen bestehende Angebote gebündelt, weiterentwickelt und besser miteinander vernetzt werden. Geplant sind unter anderem eine digitale Ehrenamtsbörse zur Vermittlung von Freiwilligen und Organisationen, regelmäßige Netzwerktreffen, offene Beratungsangebote sowie Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus wird ein Arbeitskreis Ehrenamt eingerichtet, der den Austausch zwischen Verwaltung, Vereinen und weiteren Akteurinnen und Akteuren stärkt. Besondere Bedeutung haben zudem Maßnahmen zur Anerkennung freiwilligen Engagements, beispielsweise durch die Förderung der Ehrenamtskarte Schleswig-Holstein, öffentliche Würdigungen und Veranstaltungen zum Tag des Ehrenamts.

Welche zukünftigen Herausforderungen bezogen auf das freiwillige Engagement in Ihrer Stadt sehen Sie?
Wie viele Kommunen steht auch Schleswig vor der Herausforderung, Menschen langfristig für freiwilliges Engagement zu gewinnen und bestehende Ehrenamtliche dauerhaft zu unterstützen. Gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass sich Engagementformen wandeln: Viele Menschen wünschen sich heute flexible und projektbezogene Möglichkeiten, sich einzubringen, während klassische Vereinsstrukturen teilweise vor Nachwuchsproblemen stehen.

Eine weitere Herausforderung besteht darin, bislang unterrepräsentierte Zielgruppen stärker einzubeziehen. Dazu gehören beispielsweise junge Menschen, Menschen mit Migrationsgeschichte, ältere Menschen oder Personen mit Beeinträchtigungen. Gleichzeitig gewinnt die Digitalisierung auch im Ehrenamt zunehmend an Bedeutung. Viele Organisationen benötigen Unterstützung bei digitalen Werkzeugen, Kommunikation und Verwaltung.

Darüber hinaus ist eine bessere Vernetzung der zahlreichen Akteur*innen erforderlich, um Doppelstrukturen zu vermeiden und vorhandene Ressourcen effizient zu nutzen. Das Ehrenamtsbüro soll dabei helfen, diese Herausforderungen aktiv anzugehen und nachhaltige Strukturen für die Zukunft aufzubauen.

Welche Schritte planen Sie als Nächstes?
Der nächste wichtige Schritt ist die Einrichtung des Ehrenamtsbüros als zentrale Anlaufstelle für freiwilliges Engagement in Schleswig. Nach dem Aufbau der personellen und organisatorischen Strukturen werden zunächst bestehende Angebote und Bedarfe erfasst, um die Unterstützung gezielt an den Bedürfnissen von Ehrenamtlichen und Organisationen auszurichten.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer digitalen Ehrenamtsplattform, die als Vermittlungs- und Informationsbörse für Engagementangebote dienen wird. Parallel dazu werden Beratungsangebote, offene Sprechstunden sowie regelmäßige Netzwerktreffen etabliert. Darüber hinaus sollen Kooperationen mit Vereinen, sozialen Trägern, Bildungseinrichtungen und Unternehmen weiter ausgebaut werden.

Ab dem zweiten Projektabschnitt werden verstärkt Maßnahmen zur Gewinnung neuer Ehrenamtlicher, zielgruppenspezifische Angebote sowie Fortbildungsprogramme umgesetzt. Langfristig sollen alle Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt, evaluiert und an neue Bedarfe angepasst werden, um das freiwillige Engagement in Schleswig nachhaltig zu stärken.

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