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Förderaufrufe für das Bundesprogramm "Demokratie leben!"

  • Erstellt von Hans Brüller

Für das Bundesprogramm "Demokratie leben!" ist das Interessenbekundungsverfahren gestartet. Das Bundesprogramm wurde auf Grundlage des Koalitionsvertrags zwischen CDU/CSU und SPD weiterentwickelt. Insgesamt wurden nun sechs Förderaufrufe veröffentlicht, mit jeweils eigenem Schwerpunkt. Ab 2027 soll das Programm auf vier Ebenen arbeiten: Kommune, Land, Bund und digitaler Raum. Auf kommunaler Ebene werden die “Partnerschaften für Demokratie” fortgeführt und weiterentwickelt. Auf Landesebene werden Landes-Demokratiezentren und Maßnahmen der Extremismusprävention im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe in einer gemeinsamen Programmebene gebündelt. Auf Bundesebene startet die “Bundesoffensive Demokratiebildung und Extremismusprävention”. Dabei soll stärker mit bestehenden Strukturen wie Schulen, Berufsschulen, Jugendarbeit und Sportvereinen zusammengearbeitet werden. Im digitalen Raum werden Demokratiebildung und Prävention gegen Hass, Desinformation, Verschwörungserzählungen und Radikalisierung ausgebaut – einschließlich der Förderung von Medien- und Digitalkompetenz. Ein Sondervorhaben “Integration und Teilhabe” soll Projekte in den Bereichen Teilhabe, Chancengerechtigkeit, Zusammenhalt und Dialog fördern. Das Interessenbekundungsverfahren betrifft die Programmebenen Bund und Digitaler Raum sowie das Sondervorhaben "Integration und Teilhabe". Für die Programmebenen Kommune und Land ist kein neues Interessenbekundungsverfahren vorgesehen. 

Mit der Veröffentlichung haben interessierte Organisationen vier Wochen Zeit, um sich über Förderkriterien für Projekte ab 2027 zu informieren. Das Förderportal zur Einreichung der Anträge ist vom 3. August bis zum 4. September 2026, 13 Uhr geschaltet. Ab Oktober werden nach Begutachtung der Interessenbekundungen ausgewählte Träger durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zur Antragsstellung aufgefordert. Die Laufzeit der bewilligten Projekte soll ab dem 1. Januar 2027 starten.

Zu sehen ist eine lange Straße gesäumt von großen Bäumen und einer Masse von Menschen, die gemeinsam die Straße entlangströmen.