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Ehrenamtliches Engagement für den Naturschutz in Schleswig-Holstein ist ungebremst

  • Erstellt von Hans Brüller

Der Naturschutz in Schleswig-Holstein wird getragen von starkem ehrenamtlichen Engagement. Das zeigte die ehrenamtliche Betreuertagung, die am 6. Juni in Quickborn stattfand. Naturschutzstaatssekretärin Katja Günther würdigte vor Ort den Einsatz der haupt- und ehrenamtlich Aktiven: „Der Druck auf unsere Natur ist weiterhin hoch. Umso wichtiger ist es, dass sich in Schleswig-Holstein so viele Menschen so konstant und wirkungsvoll für unsere Dünen, Wälder und Moore, Flüsse und Seen und die vielen bedrohten Tier- und Pflanzenarten einsetzen. Ohne das große Netzwerk von engagierten ehren- und hauptamtlichen Aktiven in Schleswig-Holstein könnten wir unsere Natur nicht auf diesem Niveau erhalten und schützen.“

Einmal mehr wurde auf der Naturschutz-Betreuertagung deutlich, wie tief das Engagement für die Natur im Echten Norden verankert ist und wie vielfältig die Tätigkeiten sind. Aktuell betreuen 43 Naturschutzvereine und -verbände insgesamt 178 Naturschutz- und Natura2000-Gebiete (sogenannte Flora-Fauna-Habitat (FFH)- und Europäische Vogelschutzgebiete) zwischen Nord- und Ostsee. Weiterhin werden 28 Schutzgebiete von Gemeinden, Städten und Kreisen sowie den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, dem Bundesforst, einer Arbeitsgemeinschaft, einer Stiftung, einer Lokalen Aktion und der Naturschutzstation Eider-Treene-Sorge betreut.
Die Betreuerinnen und Betreuer beobachten und erfassen die Entwicklungen in den Schutzgebieten und informieren die Öffentlichkeit. Den Naturschutzbehörden teilen sie Vorschläge für Schutzmaßnahmen mit oder führen diese selber durch – sie mähen Wiesen, flicken Zäune oder stellen Informationsschilder auf. Sie verfassen zudem jährliche Betreuungsberichte. Formeller Rahmen ist ein Betreuungsvertrag mit dem Landesamt für Umwelt (LfU) bzw. dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN).

Die Kosten, welche im Rahmen der Betreuung beispielsweise durch Pflegemaßnahmen oder Öffentlichkeitsarbeit entstehen, werden bis zu 90 Prozent vom Land Schleswig-Holstein getragen. Die verbleibenden 10 Prozent entfallen auf die Verbände und Vereine. Insgesamt flossen 2025 etwa 1,55 Millionen Euro Landesmittel in diese wertvolle Arbeit. Für 2025 stehen dafür wieder 1,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Die ehrenamtliche Betreuertagung veranstaltet das Landesamt für Umwelt jährlich. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadt Quickborn, des Fördervereins Himmelmoor, der AG Torfbahn Himmelmoor, der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, des Rangerteams Itzehoe und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Pinneberg waren an der Organisation der diesjährigen Tagung maßgeblich beteiligt.

 

Zu sehen ist eine Biene, die in der Blüte einer gelbblühenden Pflanze sitzt und Nektar aufnimmt.