Engagement für die Minderheiten und das deutsch-dänische Grenzland ausgezeichnet

Erstellt von Hans Brüller |

Drei Schleswig-Holsteiner sind für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Minderheiten und das Zusammenleben in der deutsch-dänischen Grenzregion am 20. Oktober 2020 mit dem Verdienstorden des Landes geehrt worden. Ministerpräsident Daniel Günther verlieh den Landesorden in Kiel an Annemarie Erichsen aus Wees, Inken Völpel-Krohn aus Kiel und Jörg-Dietrich Kamischke aus Selk.

"Ihre Arbeit ist ein ganz wichtiger Baustein für das respektvolle und freundschaftliche Verhältnis zwischen Minderheiten und Mehrheit, das wir heute haben", sagte Günther. Im Jubiläumsjahr "100 Jahre Volksabstimmungen - Gemeinsam über Grenzen" seien viele Veranstaltungen leider durch die Corona-Pandemie abgesagt worden. "Dabei war es uns sehr wichtig, das besondere Miteinander in der Grenzregion zu würdigen", so der Regierungschef: "Wir brauchen Aufmerksamkeit für die Geschichte der Grenzregion, die eine echte Erfolgsgeschichte ist."

Das gute Miteinander und das friedliche Zusammenleben seien Errungenschaften, die über Jahre erarbeitet wurden und stetig gepflegt werden müssen: "Es braucht Menschen, die Brücken bauen zwischen den Kulturen, ihre kulturelle Identität bewahren und gleichzeitig den Austausch suchen und fördern." Nur so könnten gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufgebaut werden. "Zu diesen Menschen gehören Sie! Sie fördern und schützen unsere kulturelle Vielfalt, auf die wir in Schleswig-Holstein so stolz sind. Herzlichen Dank für Ihre großartige Arbeit", so Günther.

Annemarie Erichsen engagiert sich in der dänischen Minderheit und macht sich stark für die Rechte der Frauen. Im größten Kulturverein der dänischen Minderheit "Sydslesvigs Forening" engagierte sie sich als Vorsitzende in Glücksburg, im Kreis-Vorstand für Flensburg-Land und im Landesvorstand.

Inken Völpel-Krohn macht sich seit vielen Jahren stark für die Arbeit der friesischen Volksgruppe. Sie ist Vorsitzende des Vereins Nordfriesisches Institut und setzt sich in allen friesischen Gremien auf Landesebene ein. Sie verhandelte auch die Interessen der Friesen bei der Gründung der Friesenstiftung.

Jörg-Dietrich Kamischke engagiert sich im Deutschen Grenzverein. Ziel seiner Arbeit ist es, das Verständnis und das Vertrauen der Menschen in der deutsch-dänischen Grenzregion zu fördern. Als Vorsitzender des Vereins baute er die Zusammenarbeit und Kooperationen mit Dänemark aus.

 

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