Flensburger Studierende organisieren Maschine für Tafel

Erstellt von Hans Brüler |

Masterstudierende der Europa-Universität Flensburg (EUF) haben für die Tafel Flensburg der Johanniter eine Kistenwaschmaschine im Wert von 20.000 Euro eingeworben. Damit kann die Tafel weiterhin Lebensmittel an bedürftige Bürgerinnen und Bürger ausgeben. "Aufgrund neuer Hygieneauflagen sind wir gezwungen, unsere Lebensmittelkisten künftig mithilfe einer Kistenwaschmaschine zu säubern", erklärt der Leiter der Tafel Flensburg, Klaus Grebbin. "Wir hätten uns diese Kiste als Organisation, die auf Spendenbasis mit überwiegend Ehrenamtlichen als Helferinnen und Helfer arbeitet, niemals leisten können. Die drei engagierten jungen Menschen der Flensburger Universität haben uns daher enorm geholfen. Es war eine Freude, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Wir bedanken uns auch im Namen der Johanniter ganz herzlich für die Arbeit und Unterstützung bei diesem doch Recht umfangreichen Projekt."

Pasqalina Isaakidou, Sabine Bieritz und Marius Krämer haben in diesem Frühjahrssemester an dem Praxisseminar "Service Learning Projekt" (SLP) am "Internationalen Institut für Management und ökonomische Bildung" (IIM) der EUF teilgenommen. Das Seminar wird in Kooperation mit kleinen gemeinnützigen Initiativen und Organisationen aus der Region durchgeführt. Im Rahmen der Veranstaltung sind die Studierenden aufgefordert, für ausgewählte Probleme und Herausforderungen der teilnehmenden Organisationen konkrete Lösungsansätze zu entwickeln und umzusetzen. "Das Service Learning Projekt bietet unseren Management Studierenden nicht nur die Möglichkeit, ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in der ‚echten‘ Praxis zu erproben; es konfrontiert sie durch die Zusammenarbeit mit all den großartigen gemeinnützigen Initiativen immer auch mit den grundlegenden Fragen nach sozialer Verantwortung und zivilgesellschaftlicher Integration", erklärt Initiator Thomas Behrends, Professor für Organisation und Personal am IIM.

Damit haben die Studierenden ihre Aufgabe erfolgreich gelöst. Das freut sie, auch aus sozialen Gründen. "Während Management oft mit Profitmaximierung gleichgesetzt wird, lernten wir beim SLP auch, soziale Verantwortung innerhalb einer Managementtätigkeit zu übernehmen", betont Management-Studentin Pasqalina Isaakidou. "Das sollte selbstverständlich sein, ist es aber leider nicht." Der Zusammenhang von Wirtschaften und sozialer Verantwortung wurde in ihrer Kleingruppe intensiv diskutiert – Marius Krämer studiert den Masterstudiengang "Transformationsstudien", der sich mit den sozial-ökologischen Krisen der Gegenwart beschäftigt. "Diese Krisen haben mit unserer Art des Wirtschaftens zu tun", erklärt er. "Deshalb war der interdisziplinäre Austausch zwischen uns gemeinsam mit dem sozialen Engagement eine tolle Sache."

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